KOMMODEN




BAROCK KOMMODE
Mainz um 1720 Diese außergewöhnliche Kommode verkörpert die Blütezeit handwerklicher Perfektion im Möbelbau des 18. Jahrhunderts. Der kunstvoll geschwungene Korpus mit seinen charakteristischen, konkaven Seitenführungen und dem markanten Sockel zeugt von der handwerklichen Raffinesse vergangener Epochen und verbindet funktionale Solidität mit höchster dekorativer Ausdruckskraft. Der Sockelbau und die markanten acht Füße Ein herausragendes Konstruktionsdetail dieses Solitärs ist der aufwendig gestaltete Sockelbereich, der auf insgesamt acht plastisch ausgearbeiteten, geschweiften Füßen ruht. Diese detailreich ausgeführte Basis verleiht dem wuchtigen, bombierten Korpus eine harmonische Standfestigkeit und unterstreicht den hohen repräsentativen Anspruch barocker Tischlerkunst. Furnierbild und ornamentale Marketerie Das absolute Herzstück dieses Möbels ist das faszinierende, spiegelverkehrt gelegte Furnierbild aus lebhafter Wurzelnuss. Die spiegelnden Maserungen erzeugen eine beeindruckende Tiefenwirkung, die durch filigrane Band- und Fadeneinlagen aus kontrastierenden Hölzern kunstvoll akzentuiert wird. Auch die prächtig gearbeitete Deckplatte greift diese konkave Linienführung und das ornamentale Bandwerk harmonisch auf, wodurch das Möbelstück selbst aus der Vogelperspektive seine ästhetische Vollendung offenbart. Ausstattung und feuervergoldete Beschläge Drei geräumige Schubladen bieten großzügigen Stauraum und fügen sich nahtlos in den massiven, geschweiften Korpus ein. Ergänzt wird das edle Erscheinungsbild durch originalgetreue, reich ziselierte Messingbeschläge. Die feuervergoldeten Zuggriffe und Schlüsselschilder setzen glänzende Akzente und harmonieren perfekt mit den warmen, honigfarbenen Tönen des Nussbaumholzes. 80 x 125 x 65 12.000.- Art. w256



ROKOKO KOMMODE
Französische Louis-XV-Kommode – Pierre Roussel (Paris, Meister 1745) Diese außergewöhnliche dreischübige Pariser Prunkkommode verkörpert die vollendete Eleganz des französischen Rokoko in der Regierungszeit Ludwigs XV. Gefertigt in der Werkstatt des renommierten Pariser Kunsttischlers Pierre Roussel (1723–1782), demonstriert dieses Möbelstück das hohe handwerkliche Niveau, das Roussel zu einem der gefragtesten Ebenisten seiner Epoche und zum Mitglied der Pariser Handwerkerelite machte. Korpus und meisterhafte Furnierarchitektur Der Korpus zeigt die charakteristische, dreidimensional geschwungene Bauform der Commode tombeau: eine stark bombierte Front kombiniert mit geschweiften Seitenwänden. Die Front gliedert sich in eine obere Reihe mit zwei nebeneinanderliegenden Schubladen sowie zwei darunterliegende Schübe voller Breite. Besonders bemerkenswert ist die geometrische Furniergestaltung: •Spiegelbildlich gesetzte Rauten- und Fischgrat-Felder (Frisage en chevrons) in fein gemasertem Rosenholz und Palisander (Königsholz). •Präzise profilierte Bandelwerk-Rahmungen, die den Schwung der Schubladenfronten akzentuieren. •Hochwertiger Erhaltungszustand der Oberfläche mit tiefer Farbbrillanz und sanfter Alterspatina. Vergoldete Bronzebeschläge im vollen Rokoko-Duktus Die Montierung zeichnet sich durch fein ziselierte, feuervergoldete Bronzeornamente (Bronzes dorés et ciselés) in floraler Rocaille-Manier aus: •Eckbeschläge (Chutes): Plastisch durchbrochen gearbeitetes Akanthusblattwerk mit C-Schwüngen, das fließend in die geschwungenen Beine übergeht. •Handhaben und Schlüsselschilde: Asymmetrisch angelegte Rocaille-Griffe und ornamentierte Kartuschen auf den Traversen. •Schürzenschmuck (Cul-de-lampe) & Sabots: Zentrales Voluten-Ornament an der unteren Zarge sowie voll ausgeformte Rocaille-Sabots an den Füßen. Originale Deckplatte aus Brèche-d’Alep-Marmor Gekrönt wird das Möbel von einer massiven, konturierten Deckplatte aus seltener Brèche d’Alep. Der Marmor besticht durch seine lebendige Zeichnung mit warmen Erd-, Ocker-, Rosa- und Grautönen und folgt exakt den Wellenbewegungen des Korpus mit einem sorgfältig geschliffenen Randprofil (Karniesschliff). Kunsthistorische Einordnung Pierre Roussel erlangte seinen Meistertitel am 21. August 1745 und führte eine bedeutende Werkstatt in der Rue de Charenton. Seine Werke befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen wie dem Musée des Arts Décoratifs in Paris, dem Schloss Versailles und der Wallace Collection in London. Dieses Exemplar steht beispielhaft für Roussels virtuosen Umgang mit edlen Hölzern und zeigt die perfekte Harmonie aus baulicher Statik und bewegter Rokoko-Formensprache. 83 x 127 x 63 12.900.- Art. a44

BAROCK KOMMODE
Bern um 1750 Dreischübiger, doppelt geschweifter Korpus auf Schabrackenfüßen. Allseitig furniert mit Kirschbaum und Rauten Marketerie aus verschiedenen Edelhölzern. Original Marmorplatte, Beschläge und Schösser. 79 x 106 x 58 5.900.- Art. a61

ROKOKO KOMMODE
Frankreich um 1750 Allseitig geschwungener Hartholzkorpus in Stollenbauweise. Der Korpus, die Seiten und die Schübe sind im Fischgratmuster furniert. Original Marmorplatte und Beschläge. 78 x 80 x 55 4.900.- Art. gu196

BIEDERMEIER KOMMODE
Schwaben um 1810 Dreischübiger Weichholzkorpus mit vorspringender oberer Schublade, gestützt von ebonisierten Säulen. Kustvoll belegt mit schönem fortlaufendem Furnierbild aus Nussbaum. Rautenförmig eingelegte Schlüsselschilder. 80 x 107 x 54 2.500.- Art. go124

BAROCK ANRICHTE
Italien um 1700 Weiß gefasster Weichholzkorpus mit 3 Schüben, die Platte dunkel gefasst. Geschmückt mit vergoldeten Zierelementen aus dem Klassizismus. Kannelierter Sockel mit Goldbändern. 94 x 129 x 60 2.900.- Art. a159

BAROCK- KOMMODE
Exquisite, zweischüfpige Barock-Kommode aus München (Mitte 18. Jahrhundert), meisterhaft furniert mit verschiedenen Edel- und Nadelhölzern, geprägt von einer geschwungenen Front und originaler, feuervergoldeter Bronzebeschläge. Ein hochherrschaftliches Meisterwerk für anspruchsvolle Interieurs. 78 x 125 x 55 6.900.- Art. w237

LOUI-VXI KOMMODE
Klassizistische Kommode (Süddeutschland / Österreich, um 1785–1795) Diese elegante, zweischübige Zargenkommode des ausgehenden 18. Jahrhunderts besticht durch ihre architektonische Klarheit und meisterhafte Furniertechnik. Der Korpus zeichnet sich durch vorschwingende, abgerundete Ecken aus, die in ein klassizistisches, kanneliertes Untergestell münden. Die beiden Schubladenfronten präsentieren ein symmetrisch gespiegeltes Furnierbild (Wurzelnussbaum und Nussbaum). Gerahmt wird die Mitte durch geometrische Kartuschenbänder und geometrisch gesetzte Kreuz- bzw. Friesfurniere mit feinen Fadenintarsien. 78 x 125 x 55 6.900.- Art. w237




HÖFISCHE BAROCK-KOMMODE
Bedeutende süddeutsche Barock-Kommode Vierschübiger Typus mit starker Schweifung)Datierung: Süddeutschland (Franken / Oberschwaben / Bayern), um 1730–1750 (Spätbarock / Übergang zum Rokoko)Beschreibung Prächtige, meisterhaft gearbeitete Barockkommode auf gedrückten Kugelfüßen mit vier leicht gangbaren Schüben. Der Korpus besticht durch seine ausgeprägte, elegant geschwungene Front mit zurückspringendem Mittelfeld und konkav-konvex verrundeten Lisenen sowie eine korrespondierend geschweifte Deckplatte mit profilierter Kante. Das Möbel zeigt ein außergewöhnlich qualitätvolles Furnierbild aus edlem Nussbaum, Nussbaummaser, Zwetschge/Kirschbaum und ebonisierten Fadeneinlagen: Deckplatte: Großflächig gerahmtes Mittelfeld mit gespiegeltem Maserfurnier, geschwungenen Reserven und feinen Akanthusblatt- bzw. Bandwerk-Intarsien in den Ecken. Breiter Fries aus quer verlegtem Nussbaumfurnier. Schubladenfronten: Auf den Schüben setzen sich die geschwungenen Bandwerk- und Rocaille-Motive fort, zentriert um ovale Schlüsselschilder mit feinen ebonisierten Begleitlinien. Seitenpartien: Ebenfalls aufwendig kassettiert mit Bandwerk- und Schweifwerkintarsien auf spiegelsymmetrisch verlegtem Wurzelholz. Beschläge: Vollständig erhaltene, feuervergoldete bzw. ziselierte Messingbeschläge mit Rocaillen- und Blattmotiven an Schlüsselschildern und Knauf Handhaben. 6 x 125 x 68 Preis auf Anfrage Art.go113

COMMODE DESSERTE
Eleganz der späten Louis-seize-Epoche: Ein Meisterwerk feinster Tischlerkunst Dieses außergewöhnliche Möbelstück verkörpert die puristische und zugleich höchst raffinierte Ästhetik des späten 18. Jahrhunderts. Um 1785 entstanden, verbindet diese Kommode – wahlweise als Desserte oder exklusiver Beistellschrank anzusprechen – die strenge architektonische Symmetrie des Klassizismus mit einer luxuriösen, warmen Materialität. Korpus, Furnierbild und Marqueterie. Der leicht geschweifte bzw. halbrunde Korpus verfügt über eine Fronttüre sowie zwei elegante, gewölbte Seitentüren und ruht auf filigranen, sich nach unten verjüngenden Vierkantbeinen. Die meisterhafte Oberflächengestaltung besticht durch ein spiegelbildlich angeordnetes Furnierbild aus ausgesuchtem Rosenholz und Nussbaum, das in feinen, fischgrätenartig verlegten Chevron-Mustern arrangiert ist. Umrahmt werden die Kassettenfelder von ziselierten Messingbändern und feinen Messingadern, die dem Möbel Tiefe und eine exquisite Kontur verleihen. 82-86-52 7.000.- a199

DEMILUNE HALBSCHRANK
Ein außergewöhnliches und seltenes Biedermeier Kabinettmöbel bzw. Säulentischchen aus der Zeit um 1820/30, gefertigt in feinstem Mahagoni. Das Meisterwerk besticht durch eine durchdachte Architektur mit zwei Schubladen (einer oberen Zargenschublade sowie einer markanten Sockelschublade), einer zentralen Mitteltüre am zylindrischen Korpus und edlen, feuervergoldeten Messingapplikationen. 82-86-52 7.000.- a199

CHIFFONIERE
Elegante Biedermeier-Kommode (5 Schubladen) – Mahagoni / Nussbaum furniert, um 1820/1830 Diese klassizistische Biedermeier-Kommode besticht durch ihre klare, architektonische Linienführung und eine besonders ruhige, harmonische Gesamtwirkung. Die Front zeichnet sich durch ein durchgehendes, spiegelsymmetrisches Furnierbild (Pyranyden-Mahagoni bzw. ausgesuchtes Nussbaumfurnier) mit warmer Patina und ausgeprägter Tiefenwirkung aus. 131 x 104 x 44 2.500.- gu212
TOP-ANGEBOT

BAROCK KOMMODE
Allgäu um 1750 Vierschübiger Weichholzkorpus mit Nussbaum furniert. Die Intarsien der Platte und den Schubladen sind mit Bandelwerk strukturiert und mit Wurzelholz gefüllt. Die Deckplatte, die Zargen der Schubladen und der Sockel sind ebonisiert. Die Kommode wurde restauriert. 90 x 126 x 63 3.900.- jetzt 2.900.- Art. a176
Ich bin ein Textabschnitt. Klicke hier, um deinen eigenen Text hinzuzufügen und mich zu bearbeiten.
Die Kommode – abgeleitet vom französischen Wort commode („bequem“) – revolutionized im späten 17. Jahrhundert die Aufbewahrung von Kleidung und Wertsachen. Als elegante Weiterentwicklung der schweren Truhe entwickelte sie sich schnell zum repräsentativen Prunkstück in den Wohnräumen des Adels und des gehobenen Bürgertums.Wenn Sie auf der Suche nach einer originalen antiken Kommode sind, investieren Sie nicht nur in ein praktisches Möbelstück, sondern in ein authentisches Stück Kulturgeschichte mit meisterhafter handwerklicher Qualität. Biechele Antiquitäten hat eine große Auswahl aus dem süddeutschen Raum – insbesondere Schwaben, Bayern, Franken und der Bodenseegebiet. Wir blicken auf eine jahrhundertelange Tradition herausragender Möbeltischlerei zurück. Süddeutsche Kommoden zeichnen sich oft durch besonders solide Korpusbauweisen aus Nadelholz, edle heimische Nussbaum- und Kirschbaumfurniere sowie meisterhafte Passgenauigkeit der Schubladen aus. Bei Biechele Antiquitäten legen wir größten Wert darauf, dass unsere Kommoden weitgehend im Originalzustand erhalten sind oder fachgerecht und schonend unter Verwendung historischer Techniken (wie der traditionellen Schellack-Handpolitur) restauriert wurden.

